• Diana Kottmann

Der Flughafen Zürich zu Corona-Zeiten

Leider hat es für mich nicht unter die 30 auserwählten Fotografen im Projekt «photoCORONA» (Initiant: photoSCHWEIZ) gereicht. Ich freue mich trotzdem von Herzen, euch die Bilder zeigen zu dürfen. Kunst ist ja immer eine sehr subjektive Sache und nichts, das man schlussendlich persönlich nehmen darf/soll.


Als Vielreisende ist für mich der Flughafen Zürich ein sehr wichtiger Ort. Selbst wenn ich nicht wegfliege, sondern Familie und Freunde zum Flughafen bringe oder einfach in den Orell Füssli gehe, um mich von neuen Bestsellern inspirieren zu lassen, hat die Energie am Flughafen etwas Magisches. Zumindest für mich. Als ich im April mitten in der COVID-Krise kurz am Flughafen war, hat es mich von Neuem unglaublich fasziniert. Aber dieses Mal war es anders. All der Stress, die Unruhe, die vielen Menschen, die Kreativität, die Vorfreude und gleichzeitig Traurigkeit, das Heimweh – all dies lag nicht mehr in der Luft. Gleichzeitig aber überkam mich ein beklemmendes Gefühl, als ich mir den wirtschaftlichen Schaden vorzustellen versuchte.


Ein paar Tage später erhielt ich die Einladung zum photoCORONA-Wettbewerb und ich wusste: Ich muss nochmals zum Flughafen! Alleine. Für mich. Und ich muss sagen, dass mich dieses Shooting enorm beeindruckt hat. Die Stille war eindrucksvoll. Fast schon beängstigend, vor allem weil man gar nichts hörte.


Natürlich ist der Flughafen auch nachts leer. Aber ein leerer Check-In, eine menschenleere Abflugshalle am helllichten Tag? Ein Bild, das man kaum einmal in hundert Jahren sieht. Deshalb wollte ich das unbedingt festhalten.


Möge eine solche Situation nie wieder eintreffen.


+41 (0) 79 677 29 76

Diana Kottmann | Photography & Film
Zurich, Switzerland

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