Couchgeflüster #19 - Lynn Grütter

Lynn Grütter – Moderatorin, Model, strahlende Wetterfee, Content Creatorin. Vor der Kamera ist sie praktisch zuhause. Man sieht sie an diversen Events und im Fernsehen auf TeleZüri, Tele Top oder TeleBärn. Was steckt hinter der Frohnatur, deren Lachen so ansteckend ist?



Wovor hast du am meisten Angst?

Davor, dass meiner Familie Etwas zustösst. Die Familie ist mir heilig und kommt an erster Stelle vor allem anderen. Deshalb wäre es unglaublich schlimm für mich, wenn Etwas passiert. Dies macht mir am meisten Angst. Und wenn wir's oberflächlicher betrachten: Da habe ich mega Angst vor Spinnen. Keine Ahnung warum, aber es ist wirklich ein Graus.


Welche deiner unterschiedlichen Jobs ist deine grösste Leidenschaft?

Definitiv die Moderation. Ich liebe es vor den Menschen zu stehen, etwas zu vermitteln, durch den Abend zu führen, die Zuschauer zu begeistern und zu unterhalten. Gerade wenn es für einen coolen Brand ist, macht es mir enorm Freude. Spannende, inspirierende Persönlichkeiten kennenzulernen, bringt auch mich weiter.


Ist Nervosität ein Thema?

Ja, aber nicht mehr so krass wie am Anfang. Bei einer Eventmodi zum Beispiel bin ich bevor ich auf die Bühne gehe extrem Angespannt. Ich kriege Angst, dass ich direkt alles vergessen habe. Dann gehe ich auf die Bühne und nach den ersten zwei, drei Sätzen liebe ich es einfach. Das ganze Nervositätsgefühl ist einfach wie weggeblasen. Es ist pure Leidenschaft und ich wünschte mir, dass es gar nicht vorbeigeht.


Wo liegen die Herausforderungen?

Jede Moderation ist anders. Manche Kunden sagen dir lediglich, worum es geht. Du musst dann die Details selbst zusammensuchen und weisst nie genau, was die Erwartungshaltung genau ist. Ob du das Richtige erzählst oder nicht, ob du den richtigen Punkt triffst oder nicht. Welches Publikum hast du? Du musst zu jedem Zeitpunkt interagieren können, brauchst einen gewissen Witz aber auch eine gewisse Menge an Ernsthaftigkeit um über verschiedene Themen zu reden. Der Mix ist das Anspruchsvolle.


Hast du Vorbilder?

Mein absolutes Idol ist Michelle Hunziker. Für mich ist sie eine Top Moderatorin und ein natürlicher Sonnenschein. Immer positiv, bodenständig und kann so gut moderieren. Mit all ihren Facetten ist sie mein Vorbild, denn das Gesamtpackage macht es aus.


Du bist nebenberuflich auch als Influencerin tätig. Worauf legst du in diesem Geschäftsfeld wert?

Ich finde es wichtig, authentisch zu sein. Zu Beginn habe ich so viele coole Anfragen erhalten und habe auch viele Kampagnen umgesetzt. Heute selektiere ich. Ich stelle mir unterschiedliche Fragen. Was passt wirklich zu mir? Welche Brands kann ich mit meiner Einstellung und meinem Mindset nach aussen verkörpern? Welche Werte möchte ich mit meinem Brand verkörpern und welche nicht? Diese Fragen muss man sich alle im Vorfeld beantworten, damit man in jedem Moment sich selbst und somit authentisch sein kann.


Welchen Brand würdest du ablehnen?

Die die meinen Werten nicht entsprechen. Eine strenge Selektion finde ich wichtig. Was ist gut für mich? Was möchte ich meinen Followern empfehlen und somit ans Herz legen? Was ist gut für die Welt? Die Welt soll zu einem besseren Ort werden – gerade auch in dieser Zeit. Klar – ich mache nicht nur Projekte, die auf Nachhaltigkeit setzen, aber ich achte vermehrt darauf, was hinter den Anfragen und somit den Brands steckt.


Wie hat sich dein Leben in Verbindung mit dem Aufkommen von Instagram, Influencermarketing etc. verändert?

Ich werde seit zwei Jahren aktiv für Influencerkampagnen gebucht. 2018 rollte alles immer stärker an, ich wollte auch noch überall mit dabei sein. Bei jeder Kampagne gebucht, bei jedem Event eingeladen, mit allen Influencern befreundet. Das war so die Haltung zu Beginn. Durch 2019, was eher ein Krisenjahr für mich bedeutete, habe ich gemerkt, was wirklich wichtig ist, was im Leben zählt. Für mich. Was möchte ich den Leuten da draussen eigentlich weitergeben? Ich merkte, dass meine Veränderung und die Person, zu der ich mich entwickelt hatte, nicht mehr mit allen Anfragen übereinpasste. So habe ich begonnen, zu selektieren. Ich möchte das Echte, das Natürliche, das Authentische. Und das versuche ich mit jeder meiner Handlungen zu verkörpern.


Gibt es Jobs, die dir bis heute noch in Erinnerung sind?

Phu, schwierige Frage! Die Moderationen bleiben mir generell alle in Erinnerung. Zusätzlich herausragend war sicherlich mein Auftritt beim FIFA Ballon d'Or. Diesen durfte ich überreichen. Natürlich war dies keine grosse Leistung, keine richtige Herausforderung, da ich nicht viel machen musste. Aber der Moment war einmalig, ein richtig krasses Erlebnis. Dann gab es die Kooperation mit MINI, die zu den Highlights zählt, mit Tabou Beachwear ging es für die Werbekampagne nach Kapstadt, mit David Geisser habe ich eine Kochsendung gedreht, in Barcelona eine Sportkampagne umgesetzt. Es sind viele verschiedene Dinge, die mir in Erinnerung bleiben.


Welche Träume und Ziele verfolgst du?

Einerseits verfolge ich natürlich die klassische Moderation. Ich freue mich auf hoffentlich zahlreiche Events sowie die TV-Auftritte. Zudem möchte ich in Zukunft Videos für Brands erstellen. In diesen Videos bin ich vor Ort dabei und interviewe Gründer, Mitarbeiter, etc. Es geht mir darum, Brands zu analysieren, die dahinterstehenden Menschen zu dokumentieren.



Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. 

- Antoine de Saint-Exupéry

Als freischaffende Fotografin und Videografin in den Bereichen People, Events und Werbung lebe ich dieses Mindset mit jedem Klicken des Auslösers aus.

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